Grußwort
des Regierenden Bürgermeisters von Berlin
Klaus Wowereit

Rehabilitation – das ist mehr als medizinische Wiederherstellung körperlicher Funktionen. Ebenso wichtig ist die soziale Dimension: Die Wiedereingliederung in das normale Leben, die Befähigung zur vollen Wahrnehmung von Chancen in Alltag und Beruf.
Menschen, die sich in einer Rehabilitation befinden, sind auf besonders viel Zuwendung und Rücksichtnahme angewiesen. Auch brauchen sie die kompetente Unterstützung durch Fachleute, die auf sie eingehen, ihnen ihre Sorgen und Ängste nehmen und helfen, neuen Lebensmut und neues Selbstbewusstsein zu fassen.
Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) engagiert sich seit 100 Jahren für die Rehabilitation und Integration von Menschen mit chronischen Krankheiten und Behinderungen. Zur Gründung des Verbandes 1909 in Berlin fanden sich engagierte Orthopäden, Kirchenvertreter und Ministeriumsbeamte zusammen. Interdisziplinäre Fürsorge wurde schon damals groß geschrieben.
Seither hat die Medizin große Fortschritte gemacht. Und mit ihr stiegen die Chancen auf Heilung und Rehabilitation schwerster Erkrankungen und Behinderungen. Freilich ist auch das Reha-Angebot immer komplexer und für Betroffene schwer überschaubar geworden.
Deshalb ist die Vernetzung, wie sie die DVfR erfolgreich und gemeinsam mit Betroffenen, Behindertenverbänden und Selbsthilfeorganisationen betreibt, ein wichtiger Beitrag zur Gleichstellung chronisch kranker und behinderter Menschen. Dass die DVfR-Mitglieder gemeinsam für die Verbesserung der Lebenssituation der Menschen mit Behinderungen eintreten, wie es das Leitmotiv des Vereins verheißt, bedeutet: jenen Mut zumachen, die besonders auf Hilfe und Fürsorge angewiesen sind.
In diesem Sinne gratuliere ich der DVfR zum 100. Jubiläum und wünsche dem Verband weiterhin viel Erfolg.
Klaus Wowereit


