Grußwort
des Geschäftsführer IKK e.V.
Rolf Stuppardt

Mitten im Leben statt am Rande der Gesellschaft
Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation setzt sich nunmehr schon seit 100 Jahren dafür ein, dass Behinderte sowie schwer und insbesondere chronisch kranke Menschen an dem teilhaben können, was für andere "alltäglich" ist. Von der reinen Fürsorge hin zur Teilhabe am gesellschaftlichen und zum selbstbestimmten Leben – das ist der Weg, den die DVfR den Betroffenen erschlossen hat. Zentraler Punkt war und ist dabei der Fokus auf die Rehabilitation als eine der tragenden Säulen des Gesundheitswesens. Mit Hilfe der Rehabilitation können chronisch Kranke und behinderte Menschen befähigt werden, ihren Alltag selbständig zu gestalten und zu bewältigen und damit am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen. Oftmals gelingt es sogar, sie wieder ins Berufsleben einzugliedern. Das so genannte Betriebliche Eingliederungsmanagement spielt gerade in Zeiten des demographischen Wandels eine immer wichtigere Rolle: Durch die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit sichert die Rehabilitation indirekt auch die finanziellen Grundlagen unseres solidarischen Sozialversicherungssystems.
Ein besonderes Anliegen beim Thema Rehabilitation ist dem IKK e.V. und seinen Mitgliedern, den Innungskrankenkassen, dass die Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten mit Hilfsmitteln dahingehend verbessert werden muss, dass diese den Bedürfnissen der behinderten und chronisch Kranken Menschen auch wirklich entsprechen. Konkret: Hilfsmittel müssen nicht nur funktionstüchtig, sondern auch funktionell sein. Sie dürfen deshalb nicht als reiner Kostenfaktor betrachtet werden. Schließlich ermöglichen Hilfsmittel den Betroffenen überhaupt erst, alltägliche Dinge zu tun, die für andere Menschen meist selbstverständlich sind: mobil zu sein, zu arbeiten, zu kommunizieren.
Gemeinsam mit den weiteren Verbänden der gesetzlichen Krankenkassen und mit den anderen Trägern der Rehabilitation kümmern wir uns auf Bundesebene darum, dass die Belange behinderter und chronisch kranker Menschen durch Schnittstellenoptimierung bedarfsgerecht befriedigt werden. So wird mit den trägerübergreifenden Gemeinsamen Servicestellen ein flächendeckendes und ortsnahes Angebot etabliert, das Betroffene darin unterstützt, die für sie passende Versorgung zu finden. Damit soziale Teilhabe und Integration nicht nur Worthülsen sind!
Im sektorübergreifenden Konzert der Bemühungen für eine schwellenarme Rehabilitation hat die DVfR ihren angestammten Platz. Herzlichen Glückwunsch für den nunmehr 100-jährigen Einsatz und auf weiterhin gute Zusammenarbeit!
Rolf Stuppardt


