Grußwort

des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Berufsförderungswerke
Werner Otte

Nicht immer kann die Politik alleine die notwendigen gesellschaftlichen Voraussetzungen für das Entstehen einer modernen Rehabilitation in Deutschland selber gestalten. Daher muss sie auch Beteiligte und Betroffene, besonders die Menschen mit Behinderungen, in eine Diskussion zur Gestaltung dieser Voraussetzungen einbeziehen.

Um diesen Einbezug auch in einer wechselvollen Zeitgeschichte zu ermöglichen, hat die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) eine stabile Plattform geschaffen, die das interdisziplinäre Zusammenwirken mit Vertretern der Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten ermöglicht. Damit hat die DVfR, seit nunmehr 100 Jahren, in koordinierter Weise Interessen der behinderten Mitbürger in die Rehabilitation eingebracht und damit im hohen Maße Behindertenpolitik mitgestaltet. Die vielen Mitglieder aus den unterschiedlichsten Bereichen bringen ihre Interessen in diese Vereinigung ein und führen sie unter besonderer Beachtung von Belangen der Betroffenen zusammen.

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Berufsförderungswerke und ihre 28 Mitgliedseinrichtungen der beruflichen Rehabilitation für erwachsene Menschen, welche aufgrund von Art und Schwere ihrer Behinderung ihren angestammten Beruf nicht mehr ausüben können, gehören zusammen mit vielen anderen unter dem Dach der DVfR dem Vorstand sowie insbesondere einem Ausschuss an, der – im Interesse der Menschen, die sich den Einrichtungen beruflicher Rehabilitation anvertraut haben – fachliche und menschliche Erfordernisse in den Gestaltungsprozess der Politik zur beruflichen Teilhabe einbringt. Dieser Ausschuss „Beruf und Arbeit behinderter Menschen“, bestehend aus Leistungsträgern, Leistungserbringern, der Politik und den Behindertenverbänden, hat seit vielen Jahren Empfehlungen im Kontext des SGB IX für eine verbesserte Teilhabe behinderter Menschen an Arbeit und Beruf entwickelt und, wenn nötig, auf mögliche Missstände hingewiesen. Diese Beteiligung am Gestaltungsprozess war in der Vergangenheit für die berufliche Rehabilitation insgesamt sehr erfolgreich; die Zukunft wird ebenfalls viel Kraft erfordern, um den Interessen der Rehabilitation insgesamt den erforderlichen Stellenwert in Gesellschaft und Politik zu bewahren.

Europa wächst zusammen und hat auch gerade im Bereich der Rehabilitation eine Menge an noch offenem Gestaltungsbedarf. Auch in diesem Bereich ist die DVfR über ihre Vielzahl von Mitgliedern hinweg ein anregender und engagierter Partner im Prozess. Eine Plattform des Austauschs, der Gestaltung und der Vertretung nach außen ist die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation und wird es auch in Zukunft bleiben.

Auf diesem Weg wünschen wir der DVfR alles Gute, einen herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und weiterhin viel Erfolg!

Werner Otte

 

 


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