Grußwort

des Präsidenten der Bundesärztekammer, Berlin,
Prof. Dr. med. Dr. h.c. J.-D. Hoppe

 

Foto Prof. Dr. med. Dr. h.c. J.-D. Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, Berlin

In Anbetracht der enorm gestiegenen Möglichkeiten der Eingliederung bzw. Wiedereingliederung Kranker und Behinderter in Arbeit, Beruf und Gesellschaft rückt die medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation zunehmend stärker in den Vordergrund gesundheitspolitischer Bemühungen. Bei der medizinischen Rehabilitation, bei derjenigen Rehabilitationskomponente also, die am Beginn eines jeden Rehabilitationsweges steht, kommt dem Arzt eine besondere Schlüsselfunktion zu. Oberstes Ziel aller am Rehabilitationsprozess Beteiligten ist es, den Gesamtablauf der Rehabilitation von der medizinischen Behandlung und Rehabilitation über die berufliche bis hin zur sozialen Rehabilitation reibungslos zu gestalten.

Das enorme Potential insbesondere der stationären Rehabilitation wird vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung in diesem Bereich besonders deutlich: Im Jahr 2007 wurden nach jüngsten Angaben des statistischen Bundesamtes in den 1.239 deutschen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen ca. 1,94 Mio. Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt. Damit lag die Zahl der Behandlungsfälle um 106.000 höher als in 2006. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten betrug 25,5 Tage nach 25,6 Tagen noch in 2006. Dabei wurden Ende 2007 in den Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen insgesamt 170.845 Betten – und damit rund 1.900 weniger als im Jahr 2006 – bei einer durchschnittlichen Belegung von 79,4 % vorgehalten. Der wachsenden Bedeutung der Rehabilitation in Klinik und Praxis hat die Bundesärztekammer durch die schon vor Jahrzehnten erfolgte Einrichtung eines besonderen Fachausschusses Rechnung getragen, welcher den Vorstand der Bundesärztekammer in allen aus der ärztlichen Tätigkeit in der Rehabilitation erwachsenden Fragen und Problemen sachverständig berät.

Der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) gebührt zu ihrem einhundertjährigen Bestehen und für ihr verdienstvolles Wirken hohe Anerkennung. Mehr denn je sind ihre Kompetenz und ihr Engagement im Bereich der Rehabilitation auch zukünftig erforderlich. Die Bundesärztekammer bietet hierfür ihre Mithilfe weiterhin an.


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