Grußwort

des Ersten Direktors der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Dr. rer. nat. Georg Greve

Foto Dr. rer. nat. Georg Greve, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

Herzlichen Glückwunsch zum 100-jährigen Jubiläum der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR). Die DVfR hat sich in diesen 100 Jahren große Verdienste um die Rehabilitation und Eingliederung behinderter oder chronisch kranker Menschen erworben.

Mit dem neu geschaffenen SGB IX wurde seit dem Jahr 2001 auch rechtlich in der Behindertenpolitik endgültig ein Paradigmenwechsel „weg von der bloßen Versorgung“ und „hin zur Teilhabe und Selbstbestimmung“ eingeleitet. Dies hat positiv dazu geführt, dass die politische Diskussion des Themas „Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ von den Betroffenen selber als Signal verstanden wurde, gesetzlich vorgesehene Leistungen zur Eingliederung und Wiedereingliederung in das Erwerbsleben tatsächlich auch verstärkt in Anspruch zu nehmen und in weiten Kreisen der Bevölkerung das Thema Menschenwürde und Selbstbestimmung durch Erwerbsarbeit insbesondere im Behindertenbereich breit und engagiert diskutiert wurde. Bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See haben sich seither die Bewilligungen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben fast verzehnfacht und machen heute rund ein Fünftel aller bewilligten Rehabilitationsleistungen aus. Dies kann sicherlich als ein Indiz für den positiven Wandel in der Behindertenpolitik als auch in der Rehabilitation von der bloßen Versorgung hin zur aktiven Teilhabe behinderter Menschen gewertet werden. Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation hat durch ihre Arbeit und ihr großes Engagement in der Behindertenpolitik hieran sicherlich maßgeblichen Anteil.

Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See hat die zusätzlichen Leistungsangebote, die das SGB IX heute bietet, wie die Beteiligung von Integrationsfachdiensten und Überbrückungsgeld bei Gründung einer selbständigen Existenz, konsequent genutzt, um unseren behinderten Versicherten Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Zudem haben wir Vereinbarungen mit Arbeitgebern zur frühzeitigen Einleitung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation im Rahmen von betrieblichen Eingliederungsmaßnahmen geschlossen bei Versicherten, die bereits längere Zeit arbeitsunfähig sind. Soweit erforderlich wird dabei auch mit Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ergänzend geholfen.

Die Rehabilitation und Teilhabe ist in Deutschland gut und breit aufgestellt. In kaum einem anderen Land der Welt wird der Rehabilitation und Teilhabe mehr wissenschaftliche und gesundheitspolitische Aufmerksamkeit gewidmet. Hieran hat sicherlich auch die DVfR ihre zu würdigen Verdienste. Ich wünsche der DVfR als verlässlichen Partner der Rehabilitation behinderter Menschen alles Gute für die Zukunft.

Dr. Georg Greve

 


Seite drucken