Grußwort

des Geschäftsführenden Präsidialmitglieds des Deutschen Städtetags
Dr. Stephan Articus

Foto Dr. Stephan Articus, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städtetags

Nur wenige Vereinigungen können in der Bundesrepublik Deutschland auf eine so lange Tradition zurückblicken wie die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation. Vieles hat sich im vergangenen Jahrhundert geändert. Aus der „Deutschen Vereinigung für Krüppelfürsorge“ wurde die „Deutsche Vereinigung für Rehabilitation“, die Armengesetzgebung in Preußen wurde bis zu den heutigen Büchern des Sozialgesetzbuchs fortentwickelt. Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation jedoch hatte seit ihrer Gründung den Menschen mit Behinderungen im Blick und ist sich darin treu geblieben.

Dieser Ansatz ist es wohl auch, der die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation zu einem wichtigen Akteur in der Behindertenpolitik hat werden lassen. Die organisierte Vielfältigkeit der Mitgliedschaft, die sich aus Verbänden der Träger der sozialen Leistungen wie z.B. den einzelnen Rehabilitationsdiensten und -einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, aus Behinderten- und Selbsthilfeverbänden, interessierten Einzelpersonen und Berufs- und Fachorganisationen der Rehabilitation, aber auch dem Deutschen Städtetag zusammensetzt, trug dazu bei, dass die DVfR mit ihren wohlausgewogenen Stellungnahmen im politischen Raum Gehör fand und findet.

Nicht weniger gewürdigt werden muss aber auch die Möglichkeit, im Rahmen der DVfR einen interdisziplinären Austausch pflegen zu können. Nicht nur in den jeweiligen Fachausschüssen, sondern auch bei verschiedenen Fachveranstaltungen bietet die DVfR in ganz Deutschland Veranstaltungen zum Thema Rehabilitation an, die als Forum des Austausches und der Diskussion dienen.

Ich wünsche der DVfR, dass sie weiterhin ihre Konzentration auf den Menschen fortsetzen kann, obschon in Zeiten knapper Kassen die Arbeit sicherlich nicht einfacher geworden ist. Gleichwohl zeichnet es die DVfR bislang aus, auch Effektivitäts- und Effizienzgesichtspunkte im Blick zu haben. Für das 100-jährige Jubiläum sind interessante Veranstaltungen und Kongresse geplant. Die DVfR wird die öffentliche Aufmerksamkeit nutzen, um die Diskussionen in den verschiedenen Bereichen des Rehabilitationsrechts zu bestärken. Ich wünschen ihr viel Erfolg dabei.

 

Dr. Stephan Articus


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